Ayad Akhtar, Deutsch von Daniel Kehlmann
der fall mcneal
Eine Produktion des Burgtheaters Wien
Mi., 3. Juni 2026, Beginn 19 Uhr
Do., 4. Juni 2026, Beginn 19 Uhr
Im Deutschen Schauspielhaus, Kirchenallee 39, 20099 Hamburg
Aufgrund einer LED-Wand im Bühnenbild kann es zu Blendung/hohen Leuchtdichten im Zuschauerraum kommen.
Karten: € 85, € 73, € 55, € 34, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Deutschen Schauspielhaus (Tel.: 040 / 24 87 13), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online
| Mi., 3. Juni 2026 Beginn 19:00 Uhr | Ticket |
| Do., 4. Juni 2026 Beginn 19:00 Uhr | Ticket |
Mit: Joachim Meyerhoff, Zeynep Buyraç, Dorothee Hartinger, Felix Kammerer, Safira Robens,
Live-Kamera: Andrea Gabriel, Mariano Margarit
Regie: Jan Bosse, Bühne: Stéphane Laimé, Kostüme: Karin Plath, Musik: Arno Kraehahn,
Video: Andreas Deinert, Licht: Reinhard Traub, Dramaturgie: Christina Schlögl
Ein Künstler, erfolgreich, nicht mehr jung, der sich seiner rasant verändernden Gegenwart und seinem eigenen Verfall stellen muss: eine Rolle, wie gemacht für Joachim Meyerhoff. In diesem höchst aktuellen Stück – uraufgeführt 2024 in New York – können wir uns mit Meyerhoff wieder auf einen der höchstgeschätzten Schauspieler des Festival-Publikums freuen. Das Team auf der Bühne und dahinter: alle Positionen wunderbar besetzt!
Jacob McNeal, ein ebenso erfolgreicher wie narzisstischer Schriftsteller, sieht sich mehr denn je mit dem Einfluss von KI auf sein Schreiben, mit seinem eigenen körperlichen Verfall, aber auch mit seiner familiären Vergangenheit konfrontiert. Sein neuestes Buch basiert fast vollständig auf einem Manuskript seiner verstorbenen Ehefrau und auch die privaten Erfahrungen seines Sohnes hat er ohne dessen Einverständnis verarbeitet. Dieser droht nun, McNeals Karriere öffentlich zu zerstören.
Ayad Akhtars Stück, ins Deutsche übertragen von Daniel Kehlmann, ist ein komplexes Porträt eines privilegierten, exzentrischen Künstlers über 50. Akhtar hinterfragt darin den Schriftstellerberuf an sich sowie die Machtstrukturen zwischen den Geschlechtern und mutmaßt, wie KI uns verändern wird.
»Joachim Meyerhoff – inzwischen ja selbst Bestsellerautor – spielt diesen hemmungslosen, selbstverliebten Dichter wunderbar stringent. Es ist sein Abend.«
WIEN LIVE
»Akhtar gelingt es meisterhaft, mit Schein und Sein zu spielen und so mit jeder Szene das Rätsel weiter zu entfalten.«
DIE WELT
»Das notwendige Gegengewicht zur Figur dieses Narzissten bildet Meyerhoff selbst, in dessen Schauspielkörper und -stimme so viele abwägende, gebrochene oder parodierende Figuren gespeichert sind, sodass jede hier durchschlagende Härte per se mit einer Unsicherheit einhergeht.«
DER STANDARD
»Das notwendige Gegengewicht zur Figur dieses Narzissten bildet Meyerhoff selbst, in dessen Schauspielkörper und -stimme so viele abwägende, gebrochene oder parodierende Figuren gespeichert sind, sodass jede hier durchschlagende Härte per se mit einer Unsicherheit einhergeht.«
KLEINE ZEITUNG STEIERMARK
Nach 2023 in Schnitzlers »Das weite Land« steht der Shooting Star des internationalen Films Felix Kammerer wieder im Rahmen des Festivals auf einer Hamburger Bühne. Hier spielt er den Sohn von McNeal (Joachim Meyerhoff). Viermal wurde »Im Westen nichts Neues« mit dem Oscar prämiert, seitdem ist Kammerer berühmt. Seine Karriere geht steil weiter: auf der Bühne des Burgtheaters, aber auch in Netflix- Produktionen wie »Frankenstein«, dem Tennisdrama von Daniel Brühl »Break« und an der Seite von Oliver Masucci im Film »Adams Acht«. Schön, dass Kammerer auch dem Theater treu bleibt!
Neben den Schauspielern gibt es hier einen weiteren ›Darsteller‹: Eine Videowall unterstützt mit riesigen Bildern die Handlung (Bühne: Stéphane Laimé). Computergenerierte Scheinwelten und Deep Fake – so wenig, wie Sie McNeal Glauben schenken sollten, sollten Sie der KI trauen. Übrigens: Der Autor Ayad Akhtar hat sich für dieses Stück passagenweise selbst der KI bedient!
