Oscar Wilde
DE PROFUNDIS
In einer Bearbeitung von Oliver Reese, aus dem Englischen von Mirko Bonné
Eine Produktion des Berliner Ensembles
So., 14. Juni 2026, Beginn 19 Uhr
Mo., 15. Juni 2026, Beginn 19 Uhr
Einführung in das Stück mit dem Intendanten des Berliner Ensembles und Regisseur Oliver Reese am 14. Juni um 18 Uhr.*
Im Thalia Theater, Alstertor 20095 Hamburg
Karten: € 79, € 67, € 49, € 29, € 18 (nur an der Theaterkasse: € 10 für Schüler, Studenten, Azubis — keine Gruppen) Vorverkauf: Kasse im Thalia Theater (Tel.: 040 / 32 81 44 44), bei allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online
| So., 14. Juni 2026 Beginn 19:00 Uhr | Ticket |
| Mo., 15. Juni 2026 Beginn 19:00 Uhr | Ticket |
Mit: Jens Harzer
Regie und Bearbeitung: Oliver Reese, Bühne: Hansjörg Hartung, Kostüme: Elina Schnitzler, Musik: Jörg Gollasch, Licht: Steffen Heinke, Dramaturgie: Johannes Nölting
Ein Dichter im Abgrund. Ein phänomenales Solo von Jens Harzer.
Er war eine Lichtgestalt der viktorianischen feinen englischen Gesellschaft, seine Stücke erfolgreich, seine Prosa packend, seine Märchen kunstvoll, seine Bonmots bis heute legendär. Und dann kam sein tiefer Fall: Der irische Schriftsteller Oscar Wilde wurde 1895 zu zwei Jahren Haft verurteilt – weil er provozierte; weil er sich über Konventionen hinwegsetzte, weil er Männer liebte und sich nicht versteckte. Sein Strafprozess war ein Exempel – weniger gegen eine Tat als gegen eine Haltung, gegen seinen unbändigen Drang nach Freiheit und Anerkennung.
Sein langer Brief an Alfred »Bosie« Douglas aus dem Gefängnis, der unter dem Titel »De Profundis« bekannt wurde, ist der letzte Aufschrei eines gebrochenen, aber nicht gebändigten Geistes; das Protokoll eines Menschen, der stets nach den Grenzen seines bürgerlichen Lebens gesucht und der am Ende alles verloren hat. Wilde schreibt mit größter literarischer Meisterschaft von Verachtung und Einsamkeit, von Stolz und Schmerz. Und über eine Gesellschaft, die nicht duldet, was sie nicht versteht. Was bleibt, wenn einem alles genommen wird, was man je war? Was lässt sich noch hoffen, wenn man nichts mehr hat außer sich selbst?
»Das größte Schauspielereignis des Jahres ist am Berliner Ensemble mit Jens Harzer zu sehen.« FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
»Ein sensationeller, unvergesslicher Solo- Abend.«
DIE WELT
»Die kostbare Sprachbehandlung, die fein nuancierten oder abrupt kippenden Gefühlszustände, der Rückzug nach innen, die Sehnsucht, die Explosion der Bitterkeit und das somnambule Wegträumen, das sind hier nicht so sehr Virtuositätsdemonstrationen, sondern lauter Anläufe, Wilde von innen heraus zu verstehen und zum Leuchten zu bringen.«
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
»Es bleibt unverändert ein süchtig machender Vorgang, wie dieser Schauspieler sich und uns Texte transparent zu machen versteht.«
NACHTKRITIK.DE
»Als [Jens Harzer] am Ende schweigt, wird der Saal lebendig wie selten, endlos applaudiert das stehende Publikum, es feiert einen Abend herausragender Kunst.«
DEUTSCHLANDFUNK
»Stiller Stolz, glühende Verachtung, Ungnade gegen sich selbst, all das weiß dieser Mann [Jens Harzer] zu zeigen. Und für diesen ganzen Abend lässt Harzer einen nicht mehr los. Er verausgabt sich bis zur Erschöpfung.«
NEUES DEUTSCHLAND
Kaum ein Schauspieler hat so leidenschaftliche Fans wie Jens Harzer. Das liegt vielleicht an seiner einzigartigen Art, Rollen so zu interpretieren, dass auf der Bühne eigenständige, sich häufig von ihrem Autor emanzipierende Figuren das Licht der Welt zu erblicken scheinen. Harzer gehörte bis zur letzten Spielzeit zum Ensemble des Thalia Theaters, seit 2025/2026 ist er am Berliner Ensemble. Er wurde vielfach ausgezeichnet und ist der Träger des Iffland-Ringes, der auf Lebenszeit verliehen wird. Im Rahmen des Festivals war er zuletzt 2024 in »Macbeth« zu sehen.
2017 übernahm Oliver Reese die Intendanz des Berliner Ensembles, das er seitdem sehr erfolgreich führt. Reese ist inszenierender Intendant, beim Festival sahen Sie bereits mehrere seiner Arbeiten, zuletzt 2023 »Der Theatermacher«. Immer wieder bearbeitet er Texte zu Soloabenden, führt dann in intensivem Austausch mit einem einzigen Schauspieler Regie – u. a. »Mein Name sei Gantenbein« mit Matthias Brandt (2022 beim Festival).
*Die Plätze bei den Einführungen sind kostenfrei für Karteninhaber der am selben Tag stattfindenden Vorstellung, aber sie sind begrenzt! Bitte kommen Sie frühzeitig; sobald die Räume voll sind, können wir aus Sicherheitsgründen keine weiteren Besucher zulassen. Wir bitten um Verständnis.
